Evangelische Studierendengemeinde – aber fair


Die ESG Karlsruhe führte zwei Gemeindeabende zum Thema nachhaltiges Einkaufen durch und entschied sich dann bei künftigen Anschaffungen fair und nachhaltig einzukaufen.

Schon viele Jahre bezieht die ESG Ökostrom der EWS Schönau, bei tagesaktuellen Einkäufen versandete aber der Anspruch zum nachhaltigen und fairen Handeln immer wieder. Ab dem Sommer 2016 wurde das Thema durch die Servicestelle ÖFSB aktiv in den Semesterprogrammen und bei Gemeindeabenden beworben.

Die Idee nachhaltiger Einzukaufen wurde im Leitungsteam der Gemeinde diskutiert. Es wurde beschlossen, zu prüfen und umzusetzen, was möglich und sinnvoll ist – und die Kosten dabei im Blick zu halten.

Wir erwarteten, nicht immer ein passendes Angebot in der Nähe und zu ansprechenden Preisen zu finden – was aber so nicht eintrat: Viele Einzelhändler haben den Trend erkannt und bieten nachhaltige Waren zu vertretbaren Preisen an. Diese besorgen wir dann mit dem Fahrrad oder mieten ein Carsharing-Auto an. Ökologische Büromaterialien zum Beispiel beziehen wir über das Einkaufsportal der EKIBA unter www.wir-kaufen-anders.de. Beim Einkauf von Einrichtungsgegenständen achteten wir auf eine lange Lebensdauer und griffen zum Teil auf Recyclingprodukte zurück.

Überrascht haben uns einige Produkte im Nahrungsmittelbereich wie „Bio-Kekse“, die mit viel Plastikfolie verpackt sind. Eine Bio-Zertifizierung ist leider nicht immer gleichzusetzen mit einer ökologisch sinnvollen Verpackung.

Unsere Ausgaben sind nach der Umstellung auf einen nachhaltigeren Einkauf nahezu gleich geblieben. Öko-faire Lebensmittel hatten einen kleinen negativen Effekt auf unser Budget, welches wiederum durch die Nutzung von Carsharing-Autos und Fahrrad entlastet wurde. 

Auf jeden Fall kann man unsere Ideen im Kleinen auch in jedem Haushalt anwenden!

Unser Tipp für Nachahmer

Nachhaltigkeits-Siegel helfen beim öko-fair-sozialen Einkaufen (eine Übersicht finden Sie hier auf unserer Seite). Natürlich gibt es aber auch Fälle, in denen beispielsweise Fleisch vom Metzger im Dorf oder Saft von  der Streuobstinitiative um die Ecke viele Nachhaltigkeits-Kriterien ohne Siegel erfüllen können! Dazu einfach mal beim Händler des Vertrauens nachfragen, unter welchen Bedingungen die Lebensmittel produziert wurden.

Beim Einkauf auch über die Transportwege und Saison von Waren nachdenken  - was bedeutet es Bio-Erdbeeren im Dezember aus Kolumbien zu konsumieren?

Erfolgsgeschichte ESG Karlsruhe