Öko-fair-soziale Beschaffung in der Kinder-Stadtkirche

Die Kinder-Stadtkirche bietet unter anderem eine Nachmittagsbetreuung für ungefähr 700 SchülerInnen in Karlsruhe. Im Folgenden geben wir Ihnen Einblicke in den Status quo, die Recherche und die Durchführung von Maßnahmen zur öko-fair-sozialen Beschaffung.

Motivation und Ziel

Ausgangsmotivation: Wahrnehmung der Verantwortung als christlicher Verein.

Verfolgte Ziele: Die Kinder-Stadtkirche möchte eine Vorbildfunktion unter anderem für Mitarbeiter und Kinder einnehmen. Darüber hinaus ist das nachhaltige Handeln ein wichtiger Beitrag zur Erziehung der betreuten Kinder. Wir wollen Verbesserungen unseres Einkaufsverhaltens in Bezug auf Ökologie, Fairness und soziale Gerechtigkeit erreichen. Dazu versuchen wir möglichst viele Artikel des täglichen Bedarfs auf öko-fair-soziale Art zu beschaffen.

Effekte

Erwartete Effekte (erhofft): Überwindung von Hürden, sowohl im Denken als auch im Handeln bei Mitarbeitern und Kindern. Im Weiteren wollen wir eine Imageverbesserung für die Kinder-Stadtkirche erreichen. Wir informieren unsere betreuenden Teamer über den Öko-fair-sozialen Einkauf, damit diese die Informationen als Multiplikatoren weitergeben. Schließlich wollen wir Kinder, Eltern und unsere Mitarbeiter dazu anregen beim nachhaltigen Einkaufen mitzumachen und dies auch privat nachzumachen.

Erwartete Effekte(befürchtet): Es wurden finanzielle Nachteile und ein hoher Zeitaufwand für die Kinder-Stadtkirche befürchtet

Eingetretene Effekte: Vor allem viele Büromaterialien waren, teilweise mit leicht erhöhten Kosten, sehr gut zu nachhaltig beschaffen; hier nutzten wir vor allem memo.de. Andere Dinge wie Teppiche, Kühlschränke etc. erforderten lange Recherchearbeit und Preisvergleiche. Oft waren nachhaltigen Alternativen hier für uns nicht finanzierbar.

Finanzielle Einsparungen/Mehrausgaben: Zur Zeit nicht zu beziffern, auch vor dem Hintergrund, dass der Einkauf nicht vollständig auf Öko-fair-soziale Beschaffung umgestellt werden kann. (Gründe hierfür: Lieferbedingungen, Lieferfristen, Abnahmemengen...)

Überraschende Effekte: Viele Dinge sind nicht teurer oder nur wenig teurer als konventionelle Produkte.

Fazit

Bei der Öko-fair-sozialen Beschaffung ist vieles umsetzbar, manchmal braucht es etwas Zeit und Recherchearbeit und einen kritischen Preisvergleich. Wir bleiben dran und verändern uns – zwar langsam, aber stetig!

Insbesondere freuen wir uns  über das Einkaufsportal „Wir kaufen anders“ und beabsichtigen, dies rege zu nutzen. Durch diese Vereinfachung von Prozessen und die transparente Gestaltung können hiermit sicher gute Erfolge erzielt werden!

Tipps für Nachahmer

Langsam starten, Nahziele setzen, ein Projekt nach dem anderen vornehmen; überlegen, was man wirklich braucht ;-)

Erfolgsgeschichte Kinderstadtkirche