Betriebliches Mobilitätsmanagement im EOK

Viele positive Einzelmaßnahmen bilden zusammen das Mobilitätsmanagement des Evangelischen Oberkirchenrates. So haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, eine dienstliche BahnCard (bis hin zu einer BahnCard 100) zu bekommen, wenn Sie dienstlich häufig unterwegs sind. Für gelegentliche Bahnfahrten gibt es zudem die Möglichkeit, den Großkundenrabatt der Bahn zu nutzen, PendlerInnen profitieren von vergünstigten Abonnements des Karlsruher Verkehrsverbundes. Viele MitarbeiterInnen nutzen ganzjährig das Fahrrad, um zur Arbeit zu kommen. Dafür stehen ihnen auf dem Hof zahlreiche Fahrradabstellplätze inkl. einer Standluftpumpe zur Verfügung. Im Haus gibt es zudem eine Dusche und Spinde für Radfahrer. Der Oberkirchenrat unterhält mit vier Fahrzeugen für Geschäftsleitung, Landesbischof und Kollegium einen eher kleinen Fuhrpark. Es wird darauf geachtet, die Emissionswerte der Fahrzeuge zu verbessern. Für 2017 wurde zu diesem Zweck ein Audi e-tron Plug-In-Hybrid geleast. Den Hausmeistern steht darüber hinaus ein Erdgas-Fahrzeug zur Verfügung.

Für dienstliche Ziele, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schlecht oder gar nicht zu erreichen sind, gibt es für alle MitarbeiterInnen die Möglichkeit, Carsharing-Fahrzeuge des Anbieters Stadtmobil zu nutzen. 

Die Emissionen der PKW-Fahrten und der Flugreisen werden seit 2017 erfasst und über die Klima-Kollekte kompensiert.

Motivation und Ziel

Ziel des Mobilitätsmanagements ist es vor allem, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst viele Optionen zu bieten, umweltfreundlich mobil zu sein und das Umweltbewusstsein zu schärfen – egal ob auf dem Weg zur Arbeit oder auf Dienstfahrten.

Effekte

Die Maßnahmen wurden sukzessive umgesetzt und eingeführt, insgesamt wird das Angebot gut angenommen. Die Fahrradständer werden auch im Winter gut genutzt. 

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich sowohl für die MitarbeiterInnen (private Nutzung der BahnCard, Job-Ticket, gute Möglichkeit, das Rad zu nutzen) als auch dem EOK selber (BahnCard, Bahn statt Entschädigung für private KfZ-Nutzung) finanzielle Vorteile ergeben, die jedoch nur schwer beziffert werden können. Die Kompensation verursacht hingegen zusätzliche Kosten, soll jedoch zugleich dazu bewusst machen, wenn möglich verstärkt die umweltfreundlicheren (und in der Regel günstigeren) Verkehrsmittel  zu wählen.

Ist die Idee übertragbar auf den privaten Bereich?

Im privaten Bereich sind wir oft sehr auf das Auto fokussiert. Auch hier kann es helfen, sich einmal bewusst zu machen, welche Alternativen es für die einzelnen Wege gibt und diesen eine Chance zu geben.

Tipps für Nachahmer

Ein gutes „Mobilitätsmanagement“ fußt vor allem auf den Erfordernissen der MitarbeiterInnen bzw. Ehrenamtlichen und BesucherInnen. Versuchen Sie, die Bedürfnisse herauszufinden und Ihre Maßnahmen danach auszurichten. Eine Ideensammlung in einer Gruppe hilft, mit offenen Augen an das Thema heranzugehen und viele verschiedene Bedarfe zu berücksichtigen. Zahlreiche kleinere Maßnahmen lassen sich dann nach und nach und ohne viel Aufwand umsetzen, ohne dass es dafür eines besonderen Programmes bedarf.

Erfolgsgeschichte EOK