Lastenfahrrad für die Kirchengemeinde Hockenheim

In der Evangelischen Kirchengemeinde Hockenheim gibt es zwischen dem Pfarrhaus, dem Lutherhaus, der Kirche und den beiden Kindergärten viel hin und her zu transportieren. Damit Hausmeister und Pfarrer diese Transporte möglichst umweltfreundlich und wirtschaftlich zurücklegen können, haben sie durch Spenden und Fördergelder des Grünen Gockels ein elektrisch unterstütztes Lastenfahrrad angeschafft, das nun seinen Dienst für die Kirchengemeinde verrichtet.

Motivation und Ziel

„Wir waren schon lange Grüner Gockel-Gemeinde und hatten alle energiesparenden Maßnahmen im baulichen Bereich ausgeschöpft. Alle weiteren Maßnahmen standen in keinem gesunden Verhältnis mehr zum möglichen Ergebnis. Wir hatten aber auch keine Lust, nun nur noch Zähler abzulesen und Verbrauchslisten auszufüllen.
Unser neues Projekt sollte Spaß machen, wir wollten dabei etwas Gutes für das Klima tun und dem Grünen Gockel endlich mal ein Gesicht nach Außen geben.“ 

Effekte

  • Der AHA-Effekt, wenn das Lastenrad im Ort unterwegs ist – ein Lastenrad fällt auf und ist eine tolle Werbung für die Kirchengemeinde.
  • Reparaturen müssen in der Regel selber ausgeführt werden, weil Werkstätten oft damit überfordert sind.
  • Lastenradfahren ist gewöhnungsbedürftig.

Gibt es finanzielle Einsparungen? Können Sie diese beziffern?

Es gibt auf jeden Fall deutliche Einsparungen, eine genaue Bezifferung ist aber schwierig. Das Lastenrad ersetzt etwa 600 Kilometer pro Jahr, die sonst mit dem PKW gefahren worden wären, bei 35 Cent pro Kilometer entspricht das etwa 210 Euro. Da der Strom für das Lastenfahrrad über das Pfarramt bezogen wird und nicht separat gemessen wird, lassen sich die Betriebskosten des Fahrrades nicht genau gegenüberstellen. Man kann jedoch mit etwa 50 Cent pro 100 Kilometer, also 3€ pro Jahr rechnen. Auch die Unterhaltskosten für das Fahrrad selber sind vernachlässigbar.

Ist die Idee übertragbar auf den privaten Bereich?

Ja, mit einem Lastenrad können Sie die meisten Autofahrten auch im privaten Bereich wirtschaftlich und umweltfreundlich ersetzen.


Und das Beste: es macht auch noch mehr Spaß!

Tipps für Nachahmer

Wenn Sie ebenfalls Interesse an der Anschaffung eines Lastenfahrrads haben – egal ob für die Kirchengemeinde oder für den privaten Gebrauch – sollten Sie unbedingt verschiedene Räder testen, da diese sich sehr voneinander unterscheiden können. Nehmen Sie gerne Kontakt mit der Servicestelle
„Öko-fair-soziale Beschaffung“ auf, die Sie bei den Vorüberlegungen und der Anschaffung berät.

Erfolgsgeschichte Kirchengemeinde Hockenheim