Carsharing


So funktioniert's

Beim Carsharing geht es es vereinfacht gesagt darum, dass ein Anbieter eine Reihe von Fahrzeugen zur Verfügung stellt und alle Kunden des Carsharing-Anbieters jederzeit darauf zugreifen können. Im Vergleich zum Mietwagen stehen die Fahrzeuge rund um die Uhr und über viele Orte verteilt zur Verfügung und können selbstständig ausgeliehen und zurückgebracht werden. Aufgrund der Tarifstruktur und Mietbedingungen eignen sie sich zudem deutlich besser für Kurzausleihen.

Carsharing ist aus verschiedenen Gründen besser für die Umwelt als die Anschaffung und regelmäßige Nutzung des eigenen PKWs. Die Autos der Carsharing-Anbieter sind neuer und angemessener dimensioniert, sie verbrauchen dadurch weniger Benzin und stoßen entsprechend weniger Schadstoffe aus. Durch die Option, Casharing zu nutzen, entfällt zudem für viele die Notwendigkeit, einen Zweitwagen oder sogar überhaupt ein eigenes Auto anzuschaffen, was wertvolle Ressourcen spart. Zu guter letzt führt allein das Abrechnungssystem dazu, dass man sich rationaler für ein Verkehrsmittel entscheidet und vielleicht auch Bus und Bahn oder das Fahrrad in Erwägung zieht.

Carsharing für Kirchengemeinden

Für Kirchengemeinden gibt es verschiedene Möglichkeiten, Carsharing zu nutzen und damit die Umwelt zu schonen. Hat ein Carsharing-Anbieter Fahrzeuge in ihrer Gemeinde stationiert, können Sie als Pfarrer/in oder als Gemeinde Carsharing nutzen - zum Beispiel für Freizeiten oder größere Transporte. Idealerweise ersetzen Sie damit ein eigenes Fahrzeug. Selbst wenn dies nicht der Fall ist, tragen Sie jedoch dazu bei, die Idee des "Autoteilens" weiter zu verbreiten. Durch die Nutzung von Carsharing erhöhen Sie zudem die Flexibilität: zumindest in den Städten stehen oft auch Transporter und 9-Sitzer bereit, die sich für Veranstaltungen oder Freizeiten eignen. Auch der Evangelische Oberkirchenrat nutzt Carsharing für diverse dienstliche Fahrten, aber auch für den jährlichen Betriebsausflug. 

Eine weitere Möglichkeit ist, auf den lokalen Carsharing-Anbieter zuzugehen und einen Parkplatz vor der Kirche oder dem Gemeindehaus zur Verfügung zu stellen, falls vorhanden. Der Carsharing-Anbieter profitiert, weil es für ihn oft nicht einfach ist, einen Standort zu finden. Die Kirche profitiert gleich doppelt: zum einen werden die Carsharing-Nutzer regelmäßig zur Kirche "gelockt", um sich das Fahrzeug auszuleihen, zum anderen macht es der günstige Standort auch für die Gemeinde leichter, Carsharing zu nutzen. Auch eine "Vermietung" des Stellplatzes zu ortsüblichen Sätzen ist möglich.

Die Kirchengemeinde Gnötzheim in Unterfranken ist sogar noch einen Schritt weitergegangen: sie ist selbst zum Carsharing-Anbieter in dem 300-Einwohner-Ort geworden. Der Kirchenvorstand initiierte das Projekt und ist zusammen mit dem "DorfAuto"-Ausschuss für den Unterhalt des Fahrzeuges verantwortlich. Das Auto wird von einer kleinen Anzahl von Familien regelmäßig genutzt und ist so in der Lage, einige (Zweit-)Wagen zu ersetzen. Verfügt die Gemeinde über ein eigenes Fahrzeug wird es oft nur selten genutzt. Auch hier kann darüber nachgedacht werden, das Fahrzeug für Carsharing zur Verfügung zu stellen.

Fragen, Anregungen, Kritik?


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