Elternhaltestellen


Jeden Tag auf's Neue spielt sich vor vielen Kindertageseinrichtungen, Kindergärten und Schulen das gleiche Verkehrschaos ab. Selbst in kleineren Orten werden die meisten Kinder mit dem Auto zum Kindergarten gebracht. Das ist nicht nur fatal, wenn wir an den Schutz der Umwelt und den Bewegungsmangel vieler Kinder denken, sondern es gefährdet leider auch regelmäßig die Sicherheit der Kinder. Halteverbote werden ignoriert, weil es viele Eltern eilig haben und Parkplätze direkt vor dem Eingang Mangelware sind. Leider werden dadurch diejenigen, die zu Fuß, mit dem Roller oder dem Rad kommen, zusätzlich gefährdet. Die Einrichtung einer oder mehrerer sogenannter Elternhaltestellen ist eine Möglichkeit, diesem Problem zu begegen.

Durch Elternhaltestellen soll das Verkehrschaos im direkten Umfeld der Einrichtung entschärft und damit die Sicherheit erhöht werden. Zu diesem Zweck werden Parkbuchten in der Nähe als Elternhaltestellen beschildert, in der Regel verbunden mit einem eingeschränkten Halteverbot für andere Verkehrsteilnehmer zu den Hol- und Bringzeiten.

Die Elternhaltestellen sollten so angelegt werden, dass sie eben nicht direkt vor der Tür sind. Mit einem Abstand von 150 bis 500 Metern zum Eingang kann man die Problematik entschärfen und den Kindern zugleich die Möglichkeit geben, sich zumindest ein bisschen zu bewegen. Idealerweise ist die Durchfahrt mit dem Auto vor der Schule gar nicht möglich, vielleicht ist sie auch für die Einrichtung einer Spielstraße geeignet.

Wichtig: Elternhaltestellen sind eine mögliche Maßnahme, sie sind aber nicht der Königsweg. Grundsätzlich sollten sie immer mit Maßnahmen verbunden werden, die gleichzeitig ein Zufußgehen oder das Radfahren fördern.

Fragen, Anregungen, Kritik?


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