Klimakompensation


Dass das Fliegen die klimaschädlichste Fortbewegungsart ist, überrascht Sie vermutlich nicht. Vor allem durch die sogenannten Billigflieger hat der Flugverkehr in den letzten Jahren immer weiter zugenommen und wird dies wohl auch in den nächsten Jahren weiter tun. Das Fliegen zumindest einzuschränken und nur gezielt für einen langen Urlaub zu nutzen, statt für Wochenendtrips und Kurzurlaube, ist die beste Möglichkeit, das Klima zu schonen. Für alle, die nicht auf eine Flugreise verzichten wollen oder können, gibt es die Klimakompensation.

Vereinfacht gesagt geht es bei der Klimakompensation darum, dass die Menge der Treibhausgase, die während Ihrer Flugreise enstehen, an anderer Stelle durch Klimaschutzprojekte wieder eingespart wird. So werden von dem Geld zum Beispiel Windkraftanlagen in Südafrika, effiziente Kochstellen in Ghana oder Biomassekraftwerke in Indien finanziert. Die Projekte der beiden Anbieter Klima-Kollekte und Atmosfair haben nur Projekte in ihrem Portfolio, die nach dem höchsten Standard, dem sogenannten Gold Standard, zertifiziert sind. Dieser stellt nicht nur sicher, dass die vereinbarten Emissionseinsparungen auch wirklich stattfinden, sondern steht darüber hinaus für eine nachhaltige Entwicklung und eine Einbindung der Bevölkerung vor Ort.

Tipp 1: Ihr Beitrag zum Klimaschutz ist bei den Anbietern Klima-Kollekte und Atmosfair steuerlich als Spenden absetzbar.

Tipp 2: Die Klimakompensation eignet sich nicht nur für Flugreisen, sie können damit selbstverständlich auch Ihre übrigen Emissionen kompensieren. Der Evangelische Oberkirchenrat nutzt zum Beispiel die Möglichkeit, die Emissionen aller im Haus in Auftrag gegebenen Drucksachen zu kompensieren.

Wenn Sie in Ihrem Gemeindebrief auf das Thema Klimakompensation aufmerksam machen wollen, finden Sie dazu hier eine Vorlage.

So schädlich ist Fliegen fürs Klima


Betrachtet man nur das CO2, ist der Flugverkehr allein bereits für mindestens 2% der globalen Emissionen verantwortlich. Kondensstreifen und Stickoxide verstärken die Wirkung jedoch noch deutlich, das Umweltbundesamt geht deshalb davon aus, dass die Klimawirkung um den Faktor zwei bis fünf höher ist. Dies ist besonders dramatisch wenn man bedenkt, dass Prognosen einen Anstieg des Flugverkehrs um 60 bis 500% bis zum Jahr 2050 vorhersagen. Anders als bei anderen Verkehrsträgern gibt es aktuell im Flugverkehr keine realistische Option, das Kerosin in den nächsten Jahrzehnten durch umweltfreundlichere Energieträger zu ersetzen. 

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