Haushaltsgeräte und Energie sparen


Geräte wie Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen sind Anschaffungen für viele Jahre und werden in kirchlichen wie in privaten Haushalten benötigt. Sparsamkeit beim Wasserverbrauch, lange Lebensdauer und eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse (gekennzeichnet durch das EU-Energielabel, siehe unten) sollten wichtige Auswahlkriterien beim Kauf sein. Aber auch innerhalb einer Energieeffizienzklasse gibt es deutliche Unterschiede bei den Verbräuchen, achten Sie beim Kauf auch darauf! Die Daten dazu finden Sie auf dem für viele Geräte gesetzlich vorgeschriebenen EU-Energielabel.

Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten deutlich höher als ihr Kaufpreis.  So spart (laut dem Umweltministerium in Baden-Württemberg) die sparsamste Kühl-Gefrier-Kombination, mit 300-400 l Fassungsvermögen, gegenüber dem ineffizientesten Model in 15 Jahren Betriebsdauer mehr als 1000,-€ Stromkosten ein.

Da rechnet sich das sparsame Gerät auch bei einem höheren Anschaffungspreis! Für die Berechnung der Lebenszykluskosten gibt es unterschiedlich komplexe Rechner (siehe untenstehende Links).

Natürlich stellt sich wie bei jedem Kauf die Frage, ob überhaupt bzw. was für ein Gerät benötigt wird. Für ein einzelnes Groß-Event, wie zum Beispiel ein Gemeindefest, gibt es in einigen Kommunen oder auch von privaten Anbietern die Möglichkeit ein Spülmobil auszuleihen. Weitere Hinweise zu einem nachhaltigen Gemeindefest finden sie hier.

Fragen, Anregungen und Feedback?

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Wirklich benötigt?

Wenn die Industriespülmaschine nur ein oder zweimal im Jahr gebraucht wird und der Kühlschrank an 350 Tagen im Jahr durch eine einzelne Tüte Milch belegt wird, sollte man grundsätzlich vor dem Kauf überlegen ob das Gerät benötigt wird. Für einzelne Veranstaltungen können entsprechende Geräte auch geliehen werden.

Reparatur statt Neukauf: Ökologie

Wenn ein Gerät kaputt geht lohnt sich ein Neukauf ökologisch gesehen nur dann, wenn ein sehr altes Gerät durch ein sehr effizientes Gerät ersetzt wird. Eine Kühl-Gefrierkombination der Energieklasse A+++ hat die ökologischen Nachteile einer Neuproduktion gegenüber einem Altgerät der Energieklasse B nach 5 Jahren ausgeglichen. Bei einer Spülmaschine würde es sich nur lohnen, wenn ein Gerät der Klasse C oder schlechter gegen ein A+++ Gerät getauscht wird – sonst sollte lieber das alte Gerät repariert werden.

Reparatur statt Neukauf: Ökonomie

Bei einer Reparatur stellt sich auch die Frage, ob sie sich finanziell lohnt. Dazu schreibt Stiftung Warentest: Mit steigendem Alter einer Wasch­maschine sollte immer weniger in eine Reparatur investieren. Als Faust­regel wird empfohlen, in den ersten fünf Jahren bis zur Hälfte des Kauf­preises zu zahlen. Bei Geräten ab zehn Jahren sollte es höchs­tens ein Fünftel sein. 

Reparatur statt Neukauf: Wo?

Gerade bei älteren Geräten empfehlen viele Kundendienste selbst bei kleinen Schäden oft den Austausch eines Gerätes. Freie Werkstätten oder sogenannte Repair Cafés sind eine gute Adresse, um ältere Geräte mit geringen Schäden reparieren zu lassen.

Korrekt entsorgen

Elektronische Geräte müssen sowohl vom Einzel- als auch vom Onlinehandel zurückgenommen werden (ab einer Verkaufs- bzw. Lagerfläche von 400m²). Kleingeräte müssen die Händler bedingungslos zurücknehmen, größere Elektrogeräte müssen bei einem Neukauf kostenlos zurückgenommen werden. Auch beim Wertstoffhof ist eine fachgerechte Entsorgung möglich. Einfaches Wegschmeißen der Geräte ist verboten! Hier finden Sie eine Übersicht über Entsorgungsorte.

Aufstellungsort

Der Aufstellungsort eines Geräts kann ein wichtiger Beitrag zum Strom sparen sein: Backofen oder Spülmaschine sollten nicht neben dem Kühlschrank platziert werden und selbiger an einem möglichst kühlen Ort.

Warmwasser nutzen

Die meisten Wasch- und Spülmaschinen brauchen viel Strom zum Aufwärmen des Wassers. Manche Geräte lassen sich direkt an das Warmwasser anschließen, was immer dann von Vorteil ist, wenn die Warmwasserbereitung besonders klimafreundlich erfolgt, z.B. durch eine Solaranlage oder Fernwärme. Lassen Sie sich dazu vom Fachmann beraten.

Kühlschranktipps

Die optimale Temperatur beträgt lt. Umweltbundesamt im Gefrierschrank –18 °C, im Kühlschrank 7 °C. Am besten überprüfen Sie die Temperatur mithilfe eines Thermometers. Stellen Sie nur bereits abgekühlte Lebensmittel in den Kühlschrank. Ebenso können Tiefkühlprodukte zum langsamen Auftauen in den Kühlschrank wandern. Bei Eisbildung sollte der Kühlschrank abgetaut werden.

Waschmaschinentipps

Waschmaschine immer voll beladen. Energiesparprogramme senken den Stromverbrauch durch eine niedrige Waschtemperatur und längere Einwirkzeit. Ohne Vorwäsche spart man noch mehr Wasser und Energie. Schalten Sie die Waschmaschine ab, sobald das Programm beendet ist. Die Zeitvorwahl verursacht unter Umständen eine lange Stand-by-Phase, deshalb diese Option nach Möglichkeit meiden!

Spülmaschinentipps

Spülmaschine immer voll beladen. Nach Möglichkeit das Eco-Programm nutzen, dieses spart Wasser und Energie. Ein Vorspülen ist bei modernen Geschirrspülern nicht notwendig.

Öko-fair-sozial erkennen Sie an folgenden Siegeln:


EU-Energielabel

EU-Energielabel

Für folgende Elektrogeräte gilt die Kennzeichnungspflicht: Kühl- und Gefriergeräte, Lampen und Leuchten, Waschmaschinen, Wasch- und Wäschetrockner, Elektrobacköfen, Dunstabzugshauben, Geschirrspüler, Klimageräte sowie Fernseher und Weinlagerschränke.

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